DGL-Jahrestagung

 

Theoria cum praxi

zukunft

wasser

gestalten

41. DGL-Jahrestagung
 2026

 

Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof

14.–18. September 2026

Tagungsort

 

Tagungsort

Wasserstadt Berlin

Der Name Berlin hat mit hoher Wahrscheinlichkeit seinen Ursprung im slawischen Begriff „berlo“, was „Sumpf, Morast, feuchte Stelle“ oder „trockene Stelle in einem Feuchtgebiet“ bedeuten kann. Berlin gehört zu den gewässerreichsten Metropolen Europas: Mit einer Wasserfläche von etwa 60 km2, was einem Anteil von fast sieben Prozent der Stadtfläche entspricht, hat die Stadt eine 360 km Uferlinie, die durch die Flüsse Spree, Dahme und Havel sowie über 80 Seen sowie zahlreiche Kanäle entstehen.

Das gesamte Trinkwasser für rund 3,8 die Millionen Einwohnerinnen und Einwohner der Hauptstadt wird im Stadtgebiet gewonnen. Etwa 30% davon sind „echtes“ Grundwasser. Die übrigen 70% stammen aus Grundwassseranreicherung oder Uferfiltration, also letztendlich aus Berliner Oberflächengewässern, in die gleichzeitig gereinigtes Abwasser eingeleitet wird, so dass teilgeschlossene Kreisläufe entstehen.

Nicht nur als wachsende Metropole steht Berlin vor großen Herausforderungen im Wassermanagement. Auch das bevorstehende Ende der Braunkohleförderung in der Lausitz im Zuge der Energiewende werden sich auswirken, weil die bereits heute niedrige Wasserführung der Spree weiter zurückgehen wird. Außerdem erfordern der Klimawandel mit längeren Trockenperioden und häufigeren Starkregenereignisse sowie ein steigender Wasserbedarf eine nachhaltige Anpassung der Infrastruktur. Konzepte wie die Schwammstadt gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, Regenwasser stärker vor Ort zu speichern, zu versickern und nutzbar zu machen, um den urbanen Wasserkreislauf langfristig resilient zu gestalten.

Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof

Der Wissenschafts  und Technologiepark Adlershof, auch bekannt als der „klügste Kiez Berlins“, zählt zu den bedeutendsten Technologie  und Forschungsstandorten Europas. Er umfasst ein rund 4,6 km² großes Gebiet mit einer einzigartigen Verbindung aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Medien. Als zentraler Bestandteil der „Science City Adlershof“ vereint der Standort renommierte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, den naturwissenschaftlichen Campus der Humboldt Universität zu Berlin sowie über 1.350 Unternehmen mit mehr als 29.000 Beschäftigten und 6.300 Studierenden. Adlershof zeichnet sich durch eine enge Vernetzung und den Transfer von Know how zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aus. Dank seiner modernen Infrastruktur, der guten Verkehrsverbindung und einer lebendigen Community bietet der Park hervorragende  Bedingungen für Start ups, kleine und große Unternehmen sowie für wissenschaftliche Kooperationen – eingebettet in ein kreatives Umfeld aus Lehre, Innovation und unternehmerischer Entwicklung.

In der Nähe des Tagungsortes wurde der Neubau des Landeslabors Berlin-Brandenburg errichtet, das ausgestattet mit modernsten Analysenverfahren auch Wasser- und andere Umweltproben bearbeitet. Ebenfalls an der Rudower Chaussee gegenüber dem Erwin-Schrödinger-Zentrum befindet sich die Verwaltung des Forschungsverbundes Berlin e.V., welcher sieben wissenschaftlich eigenständige Leibniz-Institute-darunter auch das IGB, organisatorisch zusammenfasst.

 

Veranstaltungsort

Adresse:

Erwin Schrödinger-Zentrum
Humboldt- Universität zu Berlin, Campus Adlershof
Rudower Chaussee 26
12489 Berlin

ÖPNV: S-Bahn: S8, S9, S45, S46, S85 bis Adlershof, 10 Minuten Fußweg entlang der Rudower Chaussee oder Straßenbahn 61, 63 bzw. Bus 162, 164 bis Magnusstraße (www.bvg.de)

 

Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei

im Forschungsverbund Berlin e.V.

Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) wurde 1992 aus drei Vorläufereinrichtungen gegründet und zählt heute zu den international führenden Forschungszentren für Binnengewässer. Den Grundstein legte ein Gründungskomitee, dem bekannte Limnologen angehörten, darunter DGL-Ehrenmitglied Günther Friedrich als Vorsitzender sowie Jürgen Benndorf und Arnold Nauwerck.

Seit seiner Gründung widmet sich das IGB der Erforschung der vielfältigen Lebensräume aquatischer Ökosysteme und der wichtigen Leistungen, die Gewässer für unsere Gesellschaft erbringen. Flüsse, Seen und Feuchtgebiete gehören heute zu den Ökosystemen, die weltweit besonders stark durch Klimawandel, Urbanisierung, Verbau, Verschmutzung und Nährstoffeinträge bedroht sind. Um diese lebenswichtigen Ressourcen zu schützen und nachhaltig zu nutzen, entwickelt das IGB evidenzbasiertes Wissen über die Dynamik und Funktionsweise von Gewässern und ihren Lebensgemeinschaften.

Der Leitspruch „Forschen für die Zukunft unserer Gewässer“ steht für das Ziel, grundlegende biologische, chemische und physikalische Prozesse in Gewässern besser zu verstehen – stets im Kontext regionaler und globaler Herausforderungen. Wie wirken sich ökologische und evolutionäre Veränderungen auf aquatische Lebewesen, Gemeinschaften und Ökosysteme aus? Was sind die Ursachen und Folgen des Verlusts biologischer Vielfalt? Und wie können wir Ökosystemleistungen wie Trinkwasserversorgung, Hochwasserschutz oder Fischereiressourcen langfristig sichern? Das IGB sucht Antworten auf diese Fragen, um wissenschaftlich fundierte Konzepte für den Schutz, die Wiederherstellung und die nachhaltige Bewirtschaftung von Süßwasserökosystemen zu entwickeln.

Das IGB verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Relevanz. In interdisziplinären Teams arbeiten Forschende aus den Gebieten Hydrologie, Chemie, Mikrobiologie, Limnologie und Fischereibiologie Hand in Hand, werden theoretische Konzepte und Daten zusammengebracht. Moderne Forschungsplattformen wie das Seelabor im Stechlinsee, Langzeitbeobachtungsprogramme in Seen, Flüssen und Einzugsgebieten sowie 3D-Telemetrieanlagen ermöglichen einzigartige Einblicke in die Funktionsweise von Gewässern. Durch den offenen Austausch mit Partnern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft trägt das IGB dazu bei, Lösungen für aktuelle Umweltfragen zu entwickeln und Entscheidungsprozesse auf allen Ebenen zu unterstützen.

Das IGB kooperiert eng mit Universitäten in Berlin und Brandenburg, insbesondere der Humboldt-Universität zu Berlin, und engagiert sich intensiv in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

 

Humboldt-Universität zu Berlin

Die Humboldt-Universität zu Berlin, gegründet im Jahr 1810, ist die älteste Universität der Stadt und zählt zu den bedeutendsten akademischen Institutionen Deutschlands.

Sie ist integraler Bestandteil der Berlin University Alliance (BUA) – einem Zusammenschluss der Humboldt-Universität, der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Berlin sowie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Wie im März 2026 bekannt gegeben wurde, wird dieser Verbund auch in der Förderperiode 2027–2033 im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern weiter unterstützt.

Innerhalb der BUA beschäftigt sich die Einstein Research Unit Climate and Water under Change (CliWaC) mit wasserbezogenen Risiken des Klimawandels im Raum Berlin-Brandenburg. Ziel ist es, natur- und sozialwissenschaftliches Wissen sowie praktische Erfahrungen von Stakeholdern zusammenzuführen, um Maßnahmen zur Minderung und Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu entwickeln.

Das IGB und die Humboldt-Universität sind auf vielfältige Weise in Forschung und Lehre miteinander verbunden. Dazu zählen unter anderem Kooperationen am Albrecht-Daniel-Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften in den Bereichen Fischbiologie, Fischökologie und integratives Fischereimanagement sowie am Geographischen Institut in den Bereichen aquatische Ökogeographie und Ökohydrologie.

Der Namensgeber unseres Tagungszentrums, Erwin Schrödinger, war zwar weder Hydrologe noch Fischereiwissenschaftler, aber ein herausragender Physiker und Wissenschaftstheoretiker, der 1933 den Nobelpreis für Physik erhielt. Als Nachfolger von Max Planck an der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt-Universität) entwickelte er 1935 das berühmte Gedankenexperiment von „Schrödingers Katze“, mit dem er die Schwierigkeiten der direkten Übertragung quantenmechanischer Konzepte auf die makroskopische Welt veranschaulichte. Auch in der Limnologie bringen wir das Mikro- und das Makroskopische zusammen, gibt es Zwischenzustände. Vielleicht regt uns der Tagungsort ja an, dazu in einen Austausch zu kommen

 

Water Science Alliance

Die Water Science Alliance (WSA) ist eine deutsche Interessensvertretung mit dem Ziel, die Vernetzung, Leistungsfähigkeit, Transparenz sowie die nationale und internationale Sichtbarkeit der deutschen Wasserforschung zu stärken. Sie dient als eine Plattform zur Entwicklung und Bearbeitung komplexer interdisziplinärer Forschungsthemen und fungiert zugleich als aktives „Sprachrohr der deutschen Wasserforschung“ gegenüber Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit.

Ein zentrales Anliegen der WSA ist es, Synergien aus gemeinsamer Nutzung von Infrastruktur, Beobachtungsnetzen und Ausstattung zu schaffen sowie themenübergreifende Forschungsaktivitäten zu initiieren und sichtbar zu machen. Darüber hinaus unterstützt die Alliance den Wissens- und Technologietransfer in Politik, Gesellschaft und Praxis und legt besonderen Wert auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Die jährlich stattfindenden Water Horizon Research Conference dient diesen Zielen und bietet daher auch für Teilnehmende der DGL-Tagung interessante Perspektiven und Beiträge.

 

NEWS

Kalendereintrag:

Bei unseren Veranstaltungen bitten wir Sie, ein Namensschild zu tragen. Darüber hinaus ist es möglich, dass die von uns organisierten Veranstaltungen fotografiert oder gefilmt werden, dass die Presse anwesend ist, dass Vorträge über Zoom oder andere Software übertragen werden, dass Videokonferenzen oder Live-Streaming mit oder ohne Aufzeichnung stattfinden. Nähere Informationen erhalten Sie auf Anfrage und vor Ort bei der Veranstaltung.